Umgraben

 

Von Alters her gehört das Umgraben des Bodens im Herbst zu den wichtigsten Tätigkeiten, wenn man an Gartenarbeit denkt. Gerade in den letzten Jahren findet dahingehend jedoch ein deutliches Umdenken statt, dass sich sogar bis in den Erwerbsgemüse- und -ackerbau durchsetzt.
Sinn des Umgrabens ist die Durchlüftung des Bodens und die Vernichtung angewehter Unkrautsaaten und möglicher Schädlingseier. Dem gegenüber steht die Vernichtung der langsam entstandenen und belebten Bodenschichtung durch tiefes ungraben. Dabei werden luftabhängige Schichten in sauerstoffarme Tiefen transportiert und andersherum und die ganze mühselige Arbeit der Bodenlebewesen wird zunichte gemacht, was die Fruchtbarkeit des Bodens mindern kann.
Im Biogartenbau wird aus diesem Grunde gänzlich auf das Umgraben verzichtet. Stattdessen lockert man den Boden vorsichtig auf mit Hilfe einer Grabgabel oder eines Sauzahns ohne dabei die Bodenschichtung durcheinander zu bringen. Dieses belüftet und lockert den Boden als Vorbereitung für die nächste Vegetationsperiode.

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