Apophyten

 

Mit dem Begriff Apophyten wird eine Gruppe von heimischen Pflanzen zusammengefasst, die im Laufe der menschlichen Entwicklung ihre angstammten Standorte verlassen haben und umzogen auf Standorte, welche durch menschliche Beeinflussung erst neu entstehen konnten.
Solche Standortwechsel entstanden durch deutliche Veränderungen der Landschaft. Ein großer Einschnitt war beispielsweise der Beginn des Ackerbaus durch den Menschen ( ca. 6000 v. Chr.). Um Äcker anlegen zu können und Siedlungen zu bauen, begann man mit der Rodung von Wäldern. Dadurch entstanden neue offenere Standorte, die schnell von Pflanzen besiedelt wurden, die schon an ähnliche Standorte angepasst waren.

Die Neubesiedelung eines Standortes fand also meistens erst mit heimischen Pflanzenarten statt. Später folgten dann mit dem Erblühen des Handels Archäophyten und Neophyten nach.

Typische Pflanzen die zur Gruppe der Apophyten gehören sind:

  • Acker-Kratzdistel
  • Acker-Glockenblume
  • Acker-Schmalwand
  • Echtes Leinkraut
  • Einjähriges Rispenkraut
  • Guter Heinrich
  • Kletten-Labkraut


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