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Bodenverbesserung

Monokultur

RapsfeldMonokultur ist der jährliche Anbau von nur einer Pflanzenart am selben Standort. Viele kennen das noch aus ihrer Kindheit, dass am Ende des Gartens jährlich der Kartoffelacker angrenzte.
Heutzutage erkennt man doch ein Umdenken in der Landwirtschaft, denn dort, wo letztes Jahr der Mais stand, wachsen dieses Jahr nun Erbsen.

Monokultur brachte sicherlich einige Vorteile für die Bauern, da sie sich mit ihrem Maschinenpark auf nur wenige Gemüsesorten spezialisieren konnten, für den Boden und die Erträge ist sie aber eine Katastrophe. Der Boden wird sehr einseitig belastet und ausgelaugt. Dadurch werden sehr starke Düngergaben notwendig. Durch diese Einseitigkeit haben es Schädlinge sehr leicht, sich niederzulassen und zu vermehren, wodurch zusetzlich der Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln notwendig wird.

Alles in allem ist zumindest im eigenen Garten die Anwendung des Fruchtwechsels unbedingt empfehlenswert.



Humus

Genaugenommen werden als Humus die abgestorbenen organischen Bestandteile des Oberbodens ( die oberen 20 bis 30cm des Erdbodens) bezeichnet.Diese bestehen aus abgestorbenen Pflanzen und Lebewesen, die von den Bodenlebewesen in den Boden eingetragen und zersetzt werden. Umgangssprachlich meint man damit aber einfach nur gute, nährstoffreiche Gartenerde und das trifft auch sehr gut seine Funktion. Der Humusgehalt eines Bodens läßt sich durch einarbeiten von Kompost oder Gründüngung verbessern.

Sauzahn

Der Sauzahn ist ein Gartengerät, das man zur Bodenlockerung verwendet. Er besteht aus einem sichelförmig gebogenen Zinken an einem leicht gebogenen Stiel. Sein Einsatz durchlüftet den Boden und schont, anders als beim Umgraben, die natürliche Bodenschichtung.Besonders gründlich geschieht dies, wenn der Gärtner das Beet zweimal diagonal mit sich kreuzenden Linien bearbeitet. Das ideale Gerät für den Biogärtner.

Umgraben

Von Alters her gehört das Umgraben des Bodens im Herbst zu den wichtigsten Tätigkeiten, wenn man an Gartenarbeit denkt. Gerade in den letzten Jahren findet dahingehend jedoch ein deutliches Umdenken statt, dass sich sogar bis in den Erwerbsgemüse- und -ackerbau durchsetzt.
Sinn des Umgrabens ist die Durchlüftung des Bodens und die Vernichtung angewehter Unkrautsaaten und möglicher Schädlingseier. Dem gegenüber steht die Vernichtung der langsam entstandenen und belebten Bodenschichtung durch tiefes ungraben. Dabei werden luftabhängige Schichten in sauerstoffarme Tiefen transportiert und andersherum und die ganze mühselige Arbeit der Bodenlebewesen wird zunichte gemacht, was die Fruchtbarkeit des Bodens mindern kann.
Im Biogartenbau wird aus diesem Grunde gänzlich auf das Umgraben verzichtet. Stattdessen lockert man den Boden vorsichtig auf mit Hilfe einer Grabgabel oder eines Sauzahns ohne dabei die Bodenschichtung durcheinander zu bringen. Dieses belüftet und lockert den Boden als Vorbereitung für die nächste Vegetationsperiode.

Mischkultur

Mischkultur ist der gleichzeitige Anbau verschiedener Gemüsearten auf einem Beet nach grundsätzlichen Aspekten:

  1. Das Zusammenpflanzen von Stark-und Schwachzehrern wie beispielsweise Kohl neben Erbsen. Kohl benötigt sehr viel Stickstoff und die Erbse reichert mit Hilfe ihrer Knöllchenbakterien den Boden mit Stickstoff aus der Luft an. Eine ideale Kombination also, damit der Boden nicht zu stark ausgelaugt wird.
  2. Tiefwurzler werden neben Flachwurzler gesetzt. Beide Pflanzen beanspruchen unterschiedliche Bereiche des Bodens und stören sich dadurch nicht gegenseitig.
  3. Manche Pflanzenarten schützen sich gegenseitig vor Schädlingen und Krankheiten. Bekanntes Beispiel sind Möhren und Zwiebeln in Mischkultur. Möhren schrecken die Zwiebelfliege ab und Zwiebeln die Möhrenfliege. Eine perfekte Ergänzung. Auch bewährt sich sehr häufig die Mischkultur mit Ringelblume und Tagetes, die wunderbar gegen nematoden wirken.

Fruchtwechsel

Der Fruchtwechsel ist eine Verfeinerung der Fruchtfolge, denn er bedeutet die aufeinander abgestimmte Abfolge von Gemüsearten auf einet bestimmten Fläche, bei der sich stets Arten aus verschiedenen Familien miteinander abwechseln. Kreuzblütler folgen auf Schmetterlingsblütler usw.

Auf diese Art und Weise verhindert man die Ausbreitung bestimmter Schädlinge oder Krankheiten, die bestimmte Pflanzenfamilien betreffen.Eine gefürchtete Krankheit der Kohlarten, die Kohlhernie, befällt nämlich auch alle anderen Gewächse der Familie der Kreuzblütler wie den Rettich, Radieschen und Senf. Da solche Schaderreger oft im Winter im Boden überwintern können, würde man ihnen einen sehr guten Nährboden bereiten, wenn man nach dem Kohl im letzten Jahr nun Radieschen auf dieselbe Stelle im Beet säen würde und der Schädling breitet sich noch mehr aus.



Mulchen

Unter Mulchen versteht man das Abdecken des Bodens mit organischem Material.

Folgende Materialien kommen hierfür in Frage: Rindenmulch, Holzhäcksel, Stroh, Rasenschnitt und Rhabarberblätter.

Durch die 4-6cm dicke Auflageschicht trocknet der Boden weniger aus, das Bodenleben wird gefördert und das Unkrautwachstum unterdrückt.

Gründüngung

Gründüngung ist eine natürliche Methode im Acker- und Gartenbau zur Bodenverbesserung.

Man bezeichnet damit das Einarbeiten von grünen Pflanzen oder angewelktem Pflanzenmaterial (Ernterückstände, Stroh) in den Boden. Meist werden die Pflanzen sogar extra für diesen Zweck ausgesät, beispielsweise im Zwischenfruchtbau. In dem Fall werden zum Beispiel Raps, Sonnenblumen, Klee (besonders Luzerne), Weißer Senf oder Phacelia gesät.

Gründüngung unterstützt die Bildung von Humus und wirkt gegen Bodenerosion und das Auswaschen von Pflanzennährstoffen.

Bei der Verwendung von schnellwachsenden Gründüngern werden unerwünschte Unkräuter unterdrückt.

Andere Pflanzen wie Sonnenblumen wurzeln tief und lockern den Boden tiefgründig auf.
Nutzt man Hülsenfrüchtler (Legominosen) wie Erbsen, Ackerbohnen oder Lupinen als Zwischenfruchtpflanzen,so wird der Boden zudem mit Stickstoff angereichert.

Insbesondere bei Rübenanbau werden Senf und Ölrettich zur Nematodenbekämpfung eingesetzt.





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