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Bodenart

Fingerprobe

Mit einer sogenannten Fingerprobe kann man ganz einfach ohne Hilfsmittel die Bodenart bestimmen. Man benötigt dazu nur ein bißchen Übung und "Fingerspitzengefühl".

Durchführung:
Nehmen Sie einen kleinen Haufen möglichst feuchter Erde und zerreiben Sie diese zwischen den Fingern. Erfühlen Sie dabei die Konsistenz der Probe. Fühlt es sich körnig, sandig, seifig oder samtig an? Versuchen Sie anschließend, die Reste der Bodenprobe zu formen und ein Würstchen zu rollen. Sand lässt sich garnicht in Form bringen und mit Ton kann man sogar richtig gestalten. Abschließend einen Blick auf die Handfläche werfen, da auch die Art der Verschmutzung Aufschluss über die Bodenart gibt.

Folgende Ergebnisse lassen auf die angegebene Bodenart schließen:


  • Sandiger Boden:
    fühlt sich körnig an, lässt sich nicht formen, haftet nicht in den Fingerrillen und hinterlässt damit keinen Schmutz auf der Handfläche
  • Schluffiger Boden:
    Fühlt sich samtig-mehlig an, ist nur mäßig formbar und zerbröckelt leicht, haftet in den Fingerrillen
  • Lehmiger Boden:
    fühlt sich samtig an, ist formbar, wird beim Ausrollen rissig und hat samtartige, aber stumpfe Reibeflächen.
  • Toniger Boden:
    fühlt sich seifig an, ist sehr gut formbar und rollbar, hinterlässt schmutzige Reste auf Fingern und Handflächen und zeigt glänzende Gleitflächen.

Bodenart

Die Bodenart gibt Auskunft darüber aus welchen mineralischen Bestandteilen sich ein bestimmter Boden zusammensetzt.
Die einzelnen Bestandteile werden nach ihren sogenannten Korngrößen definiert.

Um den Boden genau analysieren zu können, wird er gesiebt und in seine einzelnen Bestandteile zerlegt, sortiert nach Größe der einzelnen Teilchen. Zunächst werden die Teilchen abgesiebt, die einen Durchmesser von 2 mm und mehr haben. Diese Gruppe nennt sich Grobboden oder auch Bodenskelett. Alle Bestandteile die kleiner sind als 2 mm bilden den sogenannten Feinboden und werden erneut durch Sieben untersucht.

Man unterscheidet den Feinboden erneut in drei Gruppen an Bestandteilen:


  1. Sand mit Korngrößen von 2,0 bis 0,06 mm Durchmesser
  2. Schluff mit Korngrößen von 0,06 bis 0,002 mm Durchmesser
  3. Ton mit Korngrößen von 0,002 mm Durchmesser und kleiner

Je nach dem in welchem Verhältnis diese drei Bestandteile in einem Boden vorhanden sind, ergibt sich eine eigene Bodenart, die mit den Attributen sandig, lehmig, schluffig oder tonig beschrieben wird und damit zugleich Angaben vermittelt über Faktoren wie Bearbeitbarkeit, Wasserleitfähigkeit und Wasserhaltefähigkeit sowie Speicherbarkeit von Nährstoffen.

Mit etwas Übung kann man die Bodenart auch ungefähr selber herausfinden mit Hilfe der sogenannten Fingerprobe (siehe Lexikoneintrag: Fingerprobe).


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