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Boden

Bodenart

Die Bodenart gibt Auskunft darüber aus welchen mineralischen Bestandteilen sich ein bestimmter Boden zusammensetzt.
Die einzelnen Bestandteile werden nach ihren sogenannten Korngrößen definiert.

Um den Boden genau analysieren zu können, wird er gesiebt und in seine einzelnen Bestandteile zerlegt, sortiert nach Größe der einzelnen Teilchen. Zunächst werden die Teilchen abgesiebt, die einen Durchmesser von 2 mm und mehr haben. Diese Gruppe nennt sich Grobboden oder auch Bodenskelett. Alle Bestandteile die kleiner sind als 2 mm bilden den sogenannten Feinboden und werden erneut durch Sieben untersucht.

Man unterscheidet den Feinboden erneut in drei Gruppen an Bestandteilen:


  1. Sand mit Korngrößen von 2,0 bis 0,06 mm Durchmesser
  2. Schluff mit Korngrößen von 0,06 bis 0,002 mm Durchmesser
  3. Ton mit Korngrößen von 0,002 mm Durchmesser und kleiner

Je nach dem in welchem Verhältnis diese drei Bestandteile in einem Boden vorhanden sind, ergibt sich eine eigene Bodenart, die mit den Attributen sandig, lehmig, schluffig oder tonig beschrieben wird und damit zugleich Angaben vermittelt über Faktoren wie Bearbeitbarkeit, Wasserleitfähigkeit und Wasserhaltefähigkeit sowie Speicherbarkeit von Nährstoffen.

Mit etwas Übung kann man die Bodenart auch ungefähr selber herausfinden mit Hilfe der sogenannten Fingerprobe (siehe Lexikoneintrag: Fingerprobe).


Boden


Als Boden bezeichnet man den obersten belebten Teil der Erdkruste, der nach unten hin abschließt mit dem gewachsenen Gestein.

Im Gartenbau meint man damit meistens nur die obersten 30cm Erde, die man bei der Gartenarbeit sorgfältig pflegt und bearbeitet, aber auch andere Kultursubstrate wie Humus, Kompost, Mulchmaterial,etc.

Umgraben

Von Alters her gehört das Umgraben des Bodens im Herbst zu den wichtigsten Tätigkeiten, wenn man an Gartenarbeit denkt. Gerade in den letzten Jahren findet dahingehend jedoch ein deutliches Umdenken statt, dass sich sogar bis in den Erwerbsgemüse- und -ackerbau durchsetzt.
Sinn des Umgrabens ist die Durchlüftung des Bodens und die Vernichtung angewehter Unkrautsaaten und möglicher Schädlingseier. Dem gegenüber steht die Vernichtung der langsam entstandenen und belebten Bodenschichtung durch tiefes ungraben. Dabei werden luftabhängige Schichten in sauerstoffarme Tiefen transportiert und andersherum und die ganze mühselige Arbeit der Bodenlebewesen wird zunichte gemacht, was die Fruchtbarkeit des Bodens mindern kann.
Im Biogartenbau wird aus diesem Grunde gänzlich auf das Umgraben verzichtet. Stattdessen lockert man den Boden vorsichtig auf mit Hilfe einer Grabgabel oder eines Sauzahns ohne dabei die Bodenschichtung durcheinander zu bringen. Dieses belüftet und lockert den Boden als Vorbereitung für die nächste Vegetationsperiode.

Zeigerpflanzen

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